Europäische Partnerschaft · Codigoro - EppertshausenEuropäische Partnerschaft · Codigoro - EppertshausenEuropäische Partnerschaft

25 Jahre Freundschaft: Eppertshausen und Codigoro blicken auf ein besonderes Jubiläum

Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und echte Herzlichkeit – die Partnerschaft zwischen Eppertshausen und der italienischen Gemeinde Codigoro lebt und verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg.

„Ciao Italia, Ciao Codigoro!“ – mit diesem Gruß machten sich kürzlich rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Eppertshausen auf den Weg in die italienische Partnergemeinde Codigoro. Ziel der Reise war unter anderem der Besuch der traditionsreichen 355. Fiera di Santa Croce, eines der großen jährlichen Gemeindefeste in Codigoro.

Mit dabei waren auch Bürgermeister Stephan Brockmann, sein Stellvertreter Mike Pritsch sowie Altbürgermeister Herbert Weber. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte neben dem Besuch der Festveranstaltungen für zahlreiche schöne Eindrücke und Begegnungen.

Kultur, Geschichte und italienische Lebensfreude

Neben den Feierlichkeiten standen auch Ausflüge in die italienische Umgebung auf dem Programm. Besonders der Besuch der historischen Stadt Mantua, die zum UNESCO-Welterbe gehört, hinterließ bleibende Eindrücke.

Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe nach Goro, dem kleinen Fischerdorf, das als Geburtsort der bekannten italienischen Sängerin Milva gilt. Dort erhielt die Reisegruppe die Gelegenheit, das Museum der Künstlerin bereits vor der offiziellen Eröffnung zu besichtigen.

Natürlich kam auch der persönliche Austausch mit den italienischen Freunden nicht zu kurz. Gerade diese Begegnungen machen den besonderen Wert der Städtepartnerschaft aus.

Eine Freundschaft mit Geschichte

Die Verbindung zwischen Eppertshausen und Codigoro wurde vor rund 25 Jahren ins Leben gerufen. Maßgeblich beteiligt waren der damalige Eppertshäuser Bürgermeister Herbert Weber und sein italienischer Amtskollege Enea Pandolfi, die gemeinsam die Grundlagen für diese besondere Freundschaft schufen.

Was damals mit ersten Kontakten und gegenseitigen Besuchen begann, hat sich über die Jahre zu einer lebendigen Partnerschaft entwickelt.

Zahlreiche Vereine und Gruppen haben die Verbindung mit Leben gefüllt. Neben dem Partnerschaftsverein waren und sind auch die Fußballer des FV Eppertshausen, Sänger, Tischtennisspieler und die Feuerwehr Teil dieser deutsch-italienischen Begegnungen.

Ein fester Bestandteil der Partnerschaft ist mittlerweile der Besuch einer Delegation aus Codigoro auf dem Eppertshäuser Weihnachtsmarkt. Im Gegenzug reisen regelmäßig Gäste aus Eppertshausen im Herbst zur Fiera di Santa Croce nach Italien.

Trauer um einen Wegbereiter der Partnerschaft

Überschattet wurde die Freude über die gelungenen Begegnungen durch eine traurige Nachricht: Enea Pandolfi, ehemaliger Bürgermeister von Codigoro und einer der maßgeblichen Mitbegründer der Partnerschaft, ist Mitte September verstorben.

Sein Engagement und seine Verdienste um die deutsch-italienische Freundschaft werden unvergessen bleiben. Ohne Menschen wie ihn wäre eine solche Verbindung über Jahrzehnte hinweg kaum denkbar gewesen.

2027: Ein besonderes Jubiläum steht bevor

Im kommenden Jahr 2027 steht ein ganz besonderes Ereignis an: Die Partnerschaft zwischen Eppertshausen und Codigoro feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

Auf beiden Seiten laufen bereits erste Überlegungen, wie dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden kann. In Eppertshausen sollen in den kommenden Wochen konkrete Ideen und mögliche Veranstaltungen ausgearbeitet werden.

Eines steht dabei schon heute fest: Dieses Jubiläum ist weit mehr als ein Datum im Kalender. Es ist ein Anlass, auf ein Vierteljahrhundert voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und gewachsener Freundschaften zurückzublicken – und gleichzeitig voller Vorfreude in die Zukunft zu schauen.

Denn was Eppertshausen und Codigoro verbindet, ist mehr als eine offizielle Städtepartnerschaft. Es sind die Menschen, die gegenseitige Wertschätzung und eine Herzlichkeit, die auch über große Entfernungen hinweg spürbar bleibt.

Link zum Originalbericht aus der Offenbach Post vom 21.10.2026 von Michael Just
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